Vergrößernde Sehhilfen

Wann werden vergrößernde Sehhilfen angepasst?

Die häufigste Ursache für die Einschränkung der zentralen Sehschärfe, vor allem der Lesefähigkeit, ist die altersbedingte Maculadegeneration (AMD). Aber auch Diabetes oder Gefäßverschlüsse können die Macula schädigen. Durch operative Eingriffe, Lasertherapien und intravitreale Injektionen wird versucht, die Verschlechterung der Sehleistung zu stabilisieren. Alle diese oft sehr teuren Therapien haben aber nur einen Sinn, wenn im Anschluss eine entsprechende optische Versorgung erfolgt.

Sollte die Neuanpassung der Brille die Sehleistung nicht ausreichend verbessern, ist die Anpassung einer vergrößernden Sehhilfe erforderlich. Im Rahmen der Anpassung vergrößernder Sehhilfen wird der Vergrößerungsbedarf ermittelt und damit das entsprechende optische Hilfsmittel ausgewählt. Auch färbige Brillengläser (Kantenfiltergläser) zur Verbesserung des Kontrastsehens kommen häufig zum Einsatz.

Die Anpassung sollte bei noch relativ guter Sehleistung erfolgen, weil nur dann der Umgang mit diesen Hilfsmitteln auch sicher erlernt werden kann.

Entsprechend der persönlichen Bedürfnisse und der Motivation des Patienten werden eine oder manchmal auch mehrere Hilfsmittel angepasst.