SEHSCHULE

Die Untersuchung von Kindern

Die Untersuchung von Kindern braucht Erfahrung und eine besondere Zuwendung und ist in jedem Lebensalter möglich. Auch in den ersten Lebenswochen können Sehfehler (Kurz-, Weit- oder Stabsichtigkeit) oder andere Anomalien der Augen sicher diagnostiziert werden.

Die Untersuchung umfasst in der Regel folgende Schritte:

  • Sehtest (mit geeigneten Testverfahren ab dem 1. Lebensjahr möglich)
  • Abdecktest (zur Untersuchung des manifesten oder versteckten Schielens)
  • Prüfung der Beweglichkeit der Augen
  • Prüfung der beidäugigen und der räumlichen Wahrnehmung
  • Kontrolle der zentralen Fixation
  • Objektive Bestimmung des Sehfehlers (Skiaskopie)
  • Durchleuchtungstest zum Aufdecken von Hornhaut- und Linsentrübungen
  • Augenhintergrunduntersuchung bei erweiterter Pupille
  • Klinische Untersuchung des äußeren Auges (ev. an der Spaltlampe)
Sehtest
Orthoptische Untersuchung
Untersuchung an der Harms-Wand

Das "Eintropfen" (Skiaskopie)

Cyclopentolat Augentropfen erweitern die Pupille und verhindern die Akkomodation der Linse.

Unter diesen Voraussetzungen kann mittels Skiaskopie eine exakte Bestimmung des Sehfehlers in jedem Lebensalter auch ohne Mitarbeit des Untersuchten durchgeführt werden.

Für die Verordnung einer Brille beim Kind ist die Durchführung der Skiaskopie unerlässlich!

Die Erweiterung der Pupille hält ca. 24-36 Stunden an. In dieser Zeit ist die Lesefähigkeit beeinträchtigt.